Sauberkeit im Scrapzimmer

Freitag, August 19, 2016

Das große Reine machen! Ab und zu überkommt es mich und ich räume nicht nur wirklich alles von links nach rechts, sondern sortiere auch noch um. Und auch aus. Heute möchte ich euch jedoch gerne mal meine Tipps beim sauber machen der diversen Unterlagen und Werkzeuge beim basteln näher bringen. Der Titel des Posts klingt schlimmer als es ist. Denn glaubt mir, in meinem Scrapzimmer ist es alles andere als staub- und fusselfrei. Von den Papierschnipseln mal ganz zu Schweigen. Aber es gibt da so ein paar Dinge die ich wirklich häufig sauber mache, dazu gehören: Schneideunterlagen / Tische, Acrylblöcke und Stempel. Womit genau? Das zeige ich euch jetzt.


Auf der Schneidematte sind kleine Klebehubbel vom Karten basteln, die Farbe ist über den Rand gelaufen beim colorieren von Motivstempeln oder dem Versuch mit einer Schablone zu arbeiten. Der Kugelschreiber hat beim Notizen machen seine Spuren hinterlassen und wo kommt eigentlich schon wieder der Klebefleck her. Das nervt mich wirklich jedes Mal. Während sich also neben mir die Papiertürme bilden dürfen ohne das es mich stört, habe ich mittlerweile das Bedürfnis zumindest einmal in der Woche komplett alles sauber zu machen. 


Die Unterlage
Hier ist es vollkommen egal ob es eine Schneidematte, der Arbeitstisch (in meinem Fall ist es ein Schreibtisch vom Möbelschweden oder eine Küchenarbeitsplatte, die wir zu einem Arbeitsplatz umfunktioniert haben) oder eine Glasplatte, an diesen Oberflächen mache ich am meisten sauber.

Meine Mutter gab mir vor ein paar Jahren den Tipp mir Schmutzradierer zu kaufen. Kennt ihr die schon? Wenn nicht: Kaufen! Wirklich. Das sind wahre Wunderdinger und ich habe damit schon so einiges entfernt ohne großartig Putzmittel verwenden zu müssen. Ihr bekommt sie im Supermarkt (Discounter haben sie meines Wissens nach noch nicht im Sortiment) und sie kosten knapp 2 €. Es reicht vollkommen sie mit Wasser zu befeuchten, damit bekommt man schon so gut wie alles weg. Ich persönlich nehme aber gerne meinen Glasreiniger zur Hilfe, vermutlich ein Überbleibsel meiner ersten Berufsausbildung. Den Geruch finde ich äusserst angenehm. ;) Ausserdem bilde ich mir ein, dass es dadurch bei hartnäckigen Schmutzflecken doch noch etwas besser klappt mit dem sauber machen.


Die Stempel
Darüber können große Debatten geführt werden. Ich persönlich reinige meine Stempel ungerne mit sogenannten Stempelreinigern. In der Regel reicht es mir, sie mehrfach auf einem Schmierpapier abzustempeln und somit die überschüssige Stempelfarbe zu entfernen. Besonders wenn ich unterwegs bin, reicht mir das vollkommen aus. Nutze ich jedoch wasserlösliche Stempelkissen oder Farben die sich in den Rillen der Stempel ablagern und auch durch abstempeln nicht entfernt werden können, halte ich sie kurz unter lauwarmes Wasser oder aber nutze Feuchttücher aus dem Discounter. Da achte ich dann einfach nur darauf das sie keine besonderen Zusätze haben, parfümfrei sind und nicht unbedingt nach Klostein riechen. 

Seit kurzem habe ich aber auch das Mikrofasertuch aus dem Discounter für mich entdeckt. Auch hier reicht ein bisschen lauwarmes Wasser und schon kann man vorsichtig die Stempel abwischen. Funktioniert super und ist fusselfrei.

Aber wie gesagt, was die Reinigung der Stempel angeht macht es jeder anders. Sucht für euch einfach die beste und einfachste Methode heraus.:)


Der Acrylblock
Ich arbeite sehr viel mit wasserfesten Stempelkissen. Überwiegend stempel ich meine Stempelabdrücke in Schwarz ab. Rückstände auf meinen Acrylblöcken sind keine Seltenheit. Und irgendwann ist der Punkt einfach gekommen, an dem man kaum noch durchsehen kann. Euch schon mal passiert? Mir ja. :)

Irgendwann saß ich dann an meinem Tisch und lackierte mir die Fingernägel. Der alte Lack runter und neuer drauf, auch dieses Spiel kennt ihr sicherlich. Als ich dann fertig war fiel mir im Augenwinkel mein völlig verdreckter Acrylblock auf. Was dann passierte könnt ihr euch evtl. schon denken: Wattepad mit Nagellackentferner tränken und einfach mal testen!

Es funktioniert! Tatsache. Das fand ich sowas von toll, endlich eine Lösung ohne teure Mittelchen zu kaufen. Aber jetzt möchte ich euch direkt noch auf etwas hinweisen: Achtet unbedingt darauf das der Nagellackentferner ACETONFREI ist! Auf Instagram postete ich dann irgendwann mal meine Art und Weise die Acrylblöcke zu säubern und konnte mich anschließend vor Kommentaren und Nachrichten kaum retten. Zum einen, weil sich so viele freuten und für den Tipp bedankten, und zum anderen, weil "es ja wohl nicht sein kann das ich diese Tipp weiter gebe, weil man sich damit den Acrylblock kaputt macht". Ich hatte es wie gesagt getestet und dachte noch so "hm... wird bestimmt milchig", passierte aber nicht. Aber auch nur, weil ich acetonfreien Nagellackentferner verwende. Sowieso schon immer! :) Gibt es denn tatsächlich noch welchen mit? Das war mir persönlich zu dem Zeitpunkt gar nicht bewusst. Aber witzig fand ich es schon und möchte es natürlich nicht missen euch hier auch noch einmal darauf hin zu weisen: acetonfrei muss er sein! :) Das wäre Möglichkeit Nummer eins.

Die zweite Möglichkeit ist wieder mal mein favorisiertes Putzutensil: Der Schmutzradierer! Kein Witz, funktioniert ebenso. Wie auch schon bei der Unterlage, einfach ein wenig nass machen und schon zaubert er den Dreck weg.


Links seht ihr einen Schmutzradierer den ich nun schon etwas länger in der Nutzung habe, rechts den unbenutzten. Verwenden könnt ihr ihn mehrfach, so lange wie ihr das Gefühl habt das es noch auszuhalten ist am Verschmutzungsgrad. ;) Natürlich nutze ich ihn auch sonst im Haushalt ganz gerne (Verkalkte Waschbecken? Kein Problem.) und tausche ihn hier öfter aus als in meinem Bastelzimmer. Ich bin echt mehr als begeistert von diesem Schwamm, selbst Wände habe ich schon damit gesäubert.

Vielleicht war ja für den ein oder anderen von euch ein Kniff dabei. Wünsche euch viel Spaß beim sauber machen. ;) 

Habt einen tollen Tag, xo Julia

4 Liebe Kommentare

  1. <3 Danke für den tollen Post! Kommt genau rechtzeitig.

    Muhahaha, ich bin nämlich auch grad im Putzwahn...oder Umräumwahn. Ich glaube diese Schmutzradierer muss ich mal ausprobieren :D mir sagte mal jemand, dass man damit am besten die Schuhkappen von Chucks sauber bekommt.

    Nagellackentferner werde ich später mal ausprobieren*g*, wobei ich da auch noch einen uralt-StazOn-Entferner für die Acrylblöcke benutze. Der riecht aber noch schlimmer als mein Entferner*irks*

    Für Stempel nehme ich schon seit Jahren einfache Babyfeuchttüchter ohne Öl und wenn ich mal den Rappel bekommen, meist 1-2x im Jahr, dann nutze ich auch Stempelreiniger (der hält hier schon seit 6 Jahren oder so) und diese Schrubbelkiste von SU. Allerdings stört es mich überhaupt nicht, dass meine Stempel alle schwarz verfärbt sind...aber das Stempelkissen ohne Verfärbeeigenschaft muss ich trotzdem bald haben*kicher*


    GLG!

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  2. Das sind u. a. auch die Dinge, die ich nutze. Meine Schneidematte reinige ich einfach immer mit Babyfeuchttüchern. Die sensitiven von dm finde ich am allerbesten. Mit denen bekomme ich da eigentlich auch immer alles weg. Meinen Stempeln rücke ich damit auch zuleibe. Zusätzlich habe ich immer noch meine angefeuchtete Schrubbelkiste (ist bestimmt schon 10 Jahre alt) da stehen. Stempelreiniger nehme ich auch maximal für StazOn auf Gummistempeln. Für Clearstamps ist mir der zu aggresiv.
    Mit dem Nagellackentferner kann man übrigens auch noch ganz gut die teflonbeschichteten Scheren saubermachen, die ich immer zum Schneiden von doppelseitigem 3D-Klebeband oder EZ Mount verwende.

    LG and happy cleaning!
    Miriam

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  3. Hallo,
    toller Post-Kompliment!
    Damit kann man richtig was anfangen!
    Schönes Wochenende,
    Steffi

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  4. Schmutzradierer....das hielt ich ja bisher für überflüssig...da mein Nagellackentferner aber aceton enthält lass ich das lieber...an den IG post erinnere ich mich sogar ;-)

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Vielen Dank für deinen Kommentar, darüber freue ich mich sehr. Falls du mir eine Frage stellst, schau auf jedenfall noch einmal rein. Ich versuche alles zeitnah zu beantworten. :)
Hab einen tollen Tag!