Tipps & Tricks: Home-Office #1

Montag, Mai 27, 2013

Als ich mit der Arbeit als freiberufliche Grafikdesignerin anfing, war ich davon überzeugt gut vorbereitet zu sein. Um ehrlich zu sein, so schlecht vorbereitet war ich auch wirklich nicht. Im Internet gibt es viele Infos, in Gesprächen mit Kollegen und Freunden kamen viele nützliche Tipps auf und so manch ein Buch steuerte noch einen Wink dazu. Aber wie so oft im Leben ist es dann eben doch so: Learning by doing! So auch das Thema: Home-Office! 
Hier starte ich jetzt eine kleine Reihe in der ich euch meine Erfahrungen mitteile.

1. Feste Zeiten
Ganz klar: setz dir feste Arbeitszeiten! Ok, du kannst es natürlich auch lassen. Aber dann passiert es schnell, dass man bis in die späten Abendstunden arbeitet und sich viel zu schnell zwischendurch ablenken lässt. Ich arbeite von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Um 12.00 Uhr gibt es eine Mittagspause von einer Stunde. Für mich der perfekte Zeitplan. :) Deine Kunden haben gewöhnlich ähnliche Arbeitszeiten (je nach Branche natürlich) und wollen dich natürlich auch während ihrer Arbeitszeit erreichen. Aber auch Leuten aus dem Bekanntenkreis, die samstags anrufen, weil sie montags ein Plakat brauchen, kann man so direkt verständlich machen das man frei hat. 

2. Arbeitszeiten nach aussen kommunizieren
Sehr schwer, vor allem wenn eine Freundin anruft die heute frei hat, um zu fragen ob du nicht Lust hast ein oder zwei Tassen Kaffee mit ihr zu trinken. Immerhin bist du ja freiberuflich und kannst arbeiten wann du willst. Ja, das ist richtig! Aber auch hier muss man sich und seinen Freunden Grenzen setzen. Mach verständlich das du genau wie sie, arbeiten musst um deine Rechnungen zu bezahlen. Es kann natürlich passieren das man verwunderte Blicke erntet, aber einsehen wird das wohl jeder. 

3. Mach mal Pause!
Ich weiss wie verlockend es ist sich einfach mal eben ein Brot in den knurrenden Magen zu schieben, während man noch im Flyer des Kunden ein paar Texte einfügt. Erstens meint man ein paar Minuten einzusparen und zweitens hat man das Gefühl nicht faul gewesen zu sein. Wenn ich so arbeite (und das habe ich genau so ein paar Wochen gemacht), bin ich schnell müde. Genervt. Und unzufrieden mit meiner Arbeit. Also lieber mittags eine Stunde Zeit nehmen, für dich! Schwing dich aufs Fahrrad, mach  kurze Einkäufe oder kümmer dich um die Blümchen im Garten oder auf dem Balkon. Koch dir was Leckeres oder erledige andere private Dinge. Das macht gute Laune und man kann vor allem nach der genossenen Pause wieder frisch ans Werk.

4. der Arbeitsplatz
Anfangs wohnte ich alleine in einer Ein-Zimmer-Bude. Eigentlich eine sehr schöne Wohnung, etwas verwinkelt, mit relativ viel Platz. Aber nicht Platz genug! Denn wenn man von zu Hause aus arbeitet, gibt es nichts Schlimmeres, als wenn man auch während seiner Freizeit, immer die Arbeit im Blick hat. Man sitzt auf dem Sofa und wird aus dem Augenwinkel mal wieder daran erinnert, dass man für den Auftrag des Kunden XY doch eigentlich nur noch eine Stunde bräuchte… Also könnte man doch eben… NEIN. Versuch deinen Arbeitsplatz so zu platzieren, dass du entweder eine Tür schließen, oder einen Vorhang zu ziehen kannst. Vielleicht kann man das auch ganz pfiffig mit einem Regal als Raumtrenner lösen. Egal wie: ein wenig räumliche Trennung ist notwendig, um in seiner Freizeit wirklich abschalten zu können. Mittlerweile wohne ich so, dass ich ein kleines Zimmerchen habe. Perfekt für meine Arbeit und vor allem: Wenn ich Feierabend mache gehe ich einfach raus und komme am nächsten Morgen erst wieder. ;)

Hier noch ein paar englischsprachige Blogs, mit Tipps zum Thema:
The wonder forest (im Übrigen mittlerweile einer meiner Lieblingsblogs <3)
Und wer kennt sie nicht: A Beautiful Mess :)

Ich hoffe das der ein oder andere vielleicht noch einen Tipp mitnehmen kann. Arbeitet ihr auch von zu Hause aus? Was habt ihr denn noch für Tipps? Ich bin gespannt was ihr so für Erfahrungen gemacht habt.

ps: meine Tipps sind Erfahrungen die ich entweder leidvoll selber machen musste, oder aber durch Kollegen, Freunde, Bücher und Blogs aufgegriffen und für mich ausprobiert habe. Dies ist kein Leitfaden für Jedermann, aber vielleicht für den ein oder anderen eine kleine Stütze beim Arbeiten, von zu Hause aus. :)

1 Liebe Kommentare

  1. Das ist ein wunderbare Zusammenstellung hilfreicher Tipps! Aus eigenen Erfahrungen kann ich zwar (noch?) nicht schöpfen und von ihnen berichten, allerdings, sollte ich irgendwann mal in die Situation kommen, sind Deine Punkte wertvolle Hinweise und Schritte auf den Weg zum Home-Office, an denen ich mich sicher orientieren würde.
    Ich freue mich, dass Du einen guten Plan für Dich als Freiberuflerin gefunden hast!
    Viel Erfolg weiterhin!:)
    Liebe Grüße,
    Bianca

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